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Lexikon zur öffentlichen Haushalts- und Finanzwirtschaft


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Aufgabenkritik

Die Aufgabenkritik bezeichnet die kritische Überprüfung der von einer Verwaltung wahrgenommenen Aufgaben (freiwillige Aufgaben als auch Pflichtaufgaben) bzw. Produkte hinsichtlich der Frage, ob und wie notwendig, wirtschaftlich/effizient und effektiv sie sind (u.a. durch eine Kosten-Nutzen-Analyse).

Zu beantworten sind im Rahmen der Aufgabenkritik u.a. folgende Fragen:
- Können/wollen wir auf die Wahrnehmung der Aufgabe verzichten?
- Wie wirtschaftlich nehmen wir die Aufgabe wahr (Effizienz)?
- Inwiefern leistet die Wahrnehmung der Aufgabe einen Beitrag zur Erreichung unserer Ziele (Effektivität)?
- In welchem Umfang müssen/wollen Aufgaben unbedingt wahrnehmen?
- Ist es wirtschaftlicher die Aufgabe durch einen Dritten wahrnehmen zu lassen (sog. Make-or-Buy-Entscheidung)?

Ergebnis der Aufgabenkritik kann eine der folgenden Alternativen sein:
- Aufgabe nicht mehr wahrnehmen
- Aufgabe nur noch weilweise wahrnehmen
- Aufgabe durch einen anderen, internen Aufgabenträger wahrnehmen lassen
- Aufgabe durch einen externen Dritten wahrnehmen lassen (Outsourcing)
- Aufgabe in größerem Umfang wahrnehmen

Die Aufgabenkritik sollte ein permanentes Instrument der Zweck- und Vollzugskritik sein, d.h. nicht nur einmalig durchgeführt werden.

© Andreas Burth, Marc Gnädinger   |   Impressum