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Lexikon zur öffentlichen Haushalts- und Finanzwirtschaft
Eigenkapitalreichweite
Die Eigenkapitalreichweite ist eine Kennzahl,
die das Verhältnis von Eigenkapital zum
Jahresfehlbetrag beschreibt.
Die Eigenkapitalreichweite kann lediglich Anwendung finden, wenn ein Jahresfehlbetrag und kein Jahresüberschuss
vorliegt. Die Eigenkapitalreichweite gibt an, um das wievielfache das Eigenkapital größer ist als der Jahresfehlbetrag.
Kern der Kennzahl ist jedoch, dass sie angibt, nach wie vielen Jahren das Eigenkapital voraussichtlich durch
Jahresfehlbeträge aufgebraucht sein wird. Dabei wird in der Eigenkapitalreichweite implizit angenommen, dass
der Jahresfehlbetrag im Zeitablauf konstant bleibt.
Ein Ergebnis für die Eigenkapitalreichweite von 10 lässt sich dementsprechend in folgender Weise interpretieren:
Bei betragsmäßig konstantem Jahresfehlbetrag wird das Eigenkapital in 10 Jahren vollständig aufgebraucht sein.
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