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Lexikon zur öffentlichen Haushalts- und Finanzwirtschaft
Verschuldungsquote
Unter der Verschuldungsquote (auch: Schuldenstandsquote) versteht man das prozentuale Verhältnis der gesamten
Schulden der öffentlichen Haushalte zum nominalen Bruttoinlandsprodukt des jeweiligen
Staates. Zu den Schulden der öffentlichen Haushalte zählen in diesem Kontext v.a. die
Schulden von Bund, Ländern und Kommunen, sowie die Schulden der Sozialversicherungen.
Gemäß der Maastrichter Konvergenzkriterien sollte die Verschuldungsquote einen Wert von 60 Prozent nicht übersteigen.
Beispiel:
Die deutsche Verschuldungsquote belief sich laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2008 auf 65,9 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Deutschland überschritt folglich die 60%-Grenze
um 5,9 Prozentpunkte.
Siehe hierzu auch:
- Stand und Entwicklung der Staatsverschuldung in Deutschland (Bund, Länder, Kommunen)
Weitere Informationen:
» Verschuldungsquoten der EU-Mitgliedsstaaten (Statistisches Bundesamt)
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