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HaushaltsSteuerung.de » Weblog » Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer im Länder- und Zeitvergleich

Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer im Länder- und Zeitvergleich
4. Mai 2016  |  Autor: Andreas Burth



Die Umsatzsteuer ist in Deutschland eine Gemeinschaftsteuer. Ihr Aufkommen steht Bund, Ländern und Gemeinden gemeinsam zu. Der Gemeindeanteil liegt bei 2,2 Prozent des Umsatzsteueraufkommens. Der Umsatzsteueranteil ist nach der Gewerbesteuer, dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer und der Grundsteuer B die viertwichtigste Steuereinnahmequelle der Gemeinden. Eingeführt wurde der gemeindliche Umsatzsteueranteil als Ersatz für die Einnahmeausfälle aus dem Wegfall der Gewerbekapitalsteuer zum 1.1.1998.

Eine Besonderheit des Gemeindeanteils an der Umsatzsteuer ist, dass die Gemeinden die Einnahmen nicht direkt steuern können. Im Gegensatz zu den Realsteuern (Grundsteuer A/B und Gewerbesteuer) haben die Gemeinden kein Hebesatzrecht. Gleichwohl hat die Umsatzsteuer den Vorteil, dass sie sich in der Vergangenheit als vergleichsweise krisenresistent erwiesen hat.

Überblick:
- Pro-Kopf-Einnahmen im Ländervergleich
- Prozentanteil an den gesamten Netto-Steuereinnahmen im Ländervergleich
- Entwicklung der Einnahmen im Zeitvergleich
- Weitere Informationen



Pro-Kopf-Einnahmen im Ländervergleich

Die höchsten Einnahmen aus dem Umsatzsteueranteil verzeichnen im Jahr 2015 die Kommunen in Hessen (68 Euro je Einwohner), Nordrhein-Westfalen (64 Euro je Einwohner) und Baden-Württemberg (61 Euro je Einwohner). Die bayerischen Gemeinden folgen mit 60 Euro je Einwohner auf Rang 4. An der Spitze des Rankings finden sich insofern v.a. die wirtschaftsstarken Flächenländer.

Die geringsten Volumina sind in Brandenburg (40 Euro je Einwohner), Mecklenburg-Vorpommern (41 Euro je Einwohner) und Schleswig-Holstein (43 Euro je Einwohner) festzustellen. In ihrer Summe liegen die Kommunen der 13 Flächenländer im Jahr 2015 bei 57 Euro je Einwohner. Dies entspricht 4,29 Mrd. Euro.

Ranking: Pro-Kopf-Einnahmen der Kommunen der 13 Flächenländer aus dem Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer im Jahr 2015 im Ländervergleich (in Euro je Einwohner)



Prozentanteil an den gesamten Netto-Steuereinnahmen im Ländervergleich

Wie bereits zuvor erwähnt handelt es sich bei dem Umsatzsteueranteil nicht um die wichtigste Steuereinnahmeart der Gemeinden. Die Gesamtheit der Kommunen der Flächenländer vereinnahmt 5,04 Prozent ihrer gesamten Steuereinnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer. Die Spannweite reicht von 4,33 Prozent in Schleswig-Holstein bis 6,99 Prozent in Sachsen.

Ranking: Prozentanteil der Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer an den gesamten kommunalen Netto-Steuereinnahmen der 13 Flächenländer im Jahr 2015 im Ländervergleich (in Prozent)



Entwicklung des Einnahmen im Zeitvergleich

Im Zeitablauf sind die Einnahmen der Gemeinden aus dem Umsatzsteueranteil tendenziell gestiegen. Auch in Krisenjahren (z.B. 2009) ist das Volumen nicht wesentlich zurückgegangen. Von 2014 auf 2015 ist ein deutlicher Anstieg um 16,8 Prozent festzustellen. Im gesamten Betrachtungszeitraum (d.h. 2001 bis 2015) liegt die Zunahme bei 60,4 Prozent.

Zeitvergleich: Entwicklung der Einnahmen der Kommunen der 13 Flächenländer aus dem Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer in den Jahren 2001 bis 2015  (in Mrd. Euro)



Weitere Informationen

Weiterführende Analysen zu den Steuereinnahmen der Kommunen in Deutschland sind auf HaushaltsSteuerung.de beispielsweise unter folgenden Links abrufbar.

» Blog-Einträge zum Thema "Steuern"
    Hrsg.: HaushaltsSteuerung.de

» Steuer-Datenbank der kreisfreien Städte in Deutschland
    Hrsg.: HaushaltsSteuerung.de





©  Andreas Burth, Marc Gnädinger