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HaushaltsSteuerung.de » Weblog » Einnahmen, Ausgaben und Schulden der 50 US-Bundesstaaten im Vergleich

Einnahmen, Ausgaben und Schulden der 50 US-Bundesstaaten im Vergleich
5. April 2015  |  Autor: Andreas Burth



Die Europäische Union (EU) hat insgesamt 28 Mitgliedsstaaten. Davon sind 24 zentralstaatlich organisiert, wohingegen laut Eurostat nur vier Mitglieder (Belgien, Deutschland, Österreich, Spanien) bundesstaatlich aufgebaut sind. In der Folge gibt es für die Gliedstaaten/Länder dieser vier EU-Mitglieder nur wenige Möglichkeiten, staatsübergreifend von anderen Gliedstaaten/Ländern zu lernen. Eine weitere Vergleichsoption außerhalb der EU sind vor diesem Hintergrund die Bundesstaaten der USA. Das United States Census Bureau hat jüngst (im Februar 2015) ein Datenangebot zu den Finanzen der 50 US-Bundesstaaten veröffentlicht (sog. "2013 Annual Survey of State Government Finances"). Dieses wird im vorliegenden Blog-Eintrag auf vergleichender Grundlage ausgewertet.

Zu beachten ist generell, dass aufgrund von Unterschieden in der Aufgabenverteilung zwischen Bundes-, Landes- und Kommunalebene und unterschiedlichen Abgrenzungen von Finanzgrößen nur eine eingeschränkte Vergleichbarkeit zu den deutschen Bundesländern gegeben ist. Aus diesem Grund beschränkt sich die vorliegende Analyse v.a. auf höher aggregierte Finanzdaten (z.B. Gesamteinnahmen, Gesamtausgaben). Dies erlaubt zumindest eine sehr grobe staatsübergreifende Einordnung. Ein weitergehendes "Lernen von anderen" erfordert allerdings eine darauf aufbauende Detailanalyse.

Überblick:
- Methodische Anmerkungen
- Einwohner der 50 US-Bundesstaaten zum 1.7.2013 im Vergleich
- Pro-Kopf-Gesamteinnahmen im Haushaltsjahr 2012/13 im Vergleich
- Pro-Kopf-Gesamtausgaben im Haushaltsjahr 2012/13 im Vergleich
- Pro-Kopf-Überschuss bzw. Pro-Kopf-Defizit im Haushaltsjahr 2012/13 im Vergleich
- Gesamtausgaben der 50 US-Bundesstaaten im Haushaltsjahr 2012/13 nach Aufgabenbereichen
- Pro-Kopf-Steuereinnahmen im Haushaltsjahr 2012/13 im Vergleich
- Pro-Kopf-Personalausgaben im Haushaltsjahr 2012/13 im Vergleich
- Pro-Kopf-Schulden zum Ende des Haushaltsjahrs 2012/13 im Vergleich
- Pro-Kopf-Zinsausgaben im Haushaltsjahr 2012/13 im Vergleich
- Schulden zum Ende des Haushaltsjahrs 2012/13 im Verhältnis zu den Einnahmen 2012/13 im
  Vergleich

- Weitere Informationen



Methodische Anmerkungen

Gegenstand der vorliegenden Analyse sind die 50 Bundesstaaten der USA (ohne deren Kommunen). Dies sind die folgenden Staaten: Alabama, Alaska, Arizona, Arkansas, California, Colorado, Connecticut, Delaware, Florida, Georgia, Hawaii, Idaho, Illinois, Indiana, Iowa, Kansas, Kentucky, Louisiana, Maine, Maryland, Massachusetts, Michigan, Minnesota, Mississippi, Missouri, Montana, Nebraska, Nevada, New Hampshire, New Jersey, New Mexico, New York, North Carolina, North Dakota, Ohio, Oklahoma, Oregon, Pennsylvania, Rhode Island, South Carolina, South Dakota, Tennessee, Texas, Utah, Vermont, Virginia, Washington, West Virginia, Wisconsin und Wyoming. Nicht einbezogen werden der District of Columbia (ein dem US-Kongress unterstehender Bundesdistrikt) und die US-Außengebiete (z.B. Puerto Rico).

Die berichteten Zeitraum-Daten (Einnahmen, Ausgaben und Defizit/Überschuss) erstrecken sich jeweils über den Zeitraum eines Jahres. Das Jahr ist gleichwohl nicht das Kalenderjahr, sondern das Haushaltsjahr des betreffenden Bundesstaates (hier: das Haushaltsjahr 2012/13). In 46 von 50 Bundesstaaten erstreckt sich das Haushaltsjahr vom 1. Juli bis zum 30. Juni (hier also: 1. Juli 2012 bis 30. Juni 2013). In Alabama und Michigan beginnt das Haushaltsjahr am 1. Oktober und endet am 30. September. In New York ist dies der Zeitraum vom 1. April bis zum 31. März. Im Falle von Texas startet das Haushaltsjahr am 1. September und endet am 31. August. Bei Staaten mit vom Regelhaushaltsjahr abweichendem Haushaltsjahr wird jeweils dasjenige Haushaltsjahr erfasst, dessen Enddatum in das Regelhaushaltsjahr fällt. Die Schuldenstandsdaten beziehen sich jeweils auf den letzten Tag des Haushaltsjahrs (d.h. zumeist der 30. Juni 2013).

Wie bereits erwähnt ist darauf hinzuweisen, dass Unterschiede in der Aufgabenverteilung zwischen Bundes-, Bundesstaaten- und Kommunalebene gegeben sein können (sowohl innerhalb der USA als auch im Vergleich mit z.B. Deutschland oder Österreich). Darüber hinaus ist zu bedenken, dass die Abgrenzungen von Schulden, Einnahmen und Ausgaben von den in Deutschland üblichen Abgrenzungen abweichen können. Zu beachten ist auch, dass sich weitere Einschränkungen in der Vergleichbarkeit aus unterschiedlichen Auslagerungsgraden ergeben können.

In die Erhebung des United States Census Bureau einbezogen sind neben dem Bundesstaat im engeren Sinne (Exekutive, Legislative und Judikative) auch Agenturen, Institutionen, Kommissionen und Behörden, die zwar separat und/oder in Teilen unabhängig vom Bundesstaat im engeren Sinne operieren, über deren Aktivitäten der Bundesstaat aber verwaltungsmäßige oder fiskalische Kontrollmöglichkeiten hat.

Ferner ist zu berücksichtigen, dass es sich mit dem hier analysierten Haushaltsjahr 2012/13 um eine Momentaufnahme der Finanzlage der 50 US-Bundesstaaten handelt. Im Vergleich zu einem früheren oder späteren Jahr kann dieses Bild merklich anders ausfallen.

Im 2013 Annual Survey of State Government Finances werden auch Daten zum Finanzvermögen (sog. "cash & security holdings") der US-Bundesstaaten berichtet. In der Summe kommen die Staaten auf ein Finanzvermögen von 3.837,7 Mrd. US-Dollar, was deren Schulden (1.137,36 Mrd. US-Dollar) deutlich übersteigt. Auf eine vergleichende Analyse ist hier allerdings verzichtet worden, da der Hauptteil dieses Finanzvermögens nicht frei verwendbar ist. Das Finanzvermögen ist vielmehr größtenteils zweckgebunden. So entfallen z.B. 2.532,5 Mrd. US-Dollar (66,0 Prozent des Finanzvermögens) auf die Pensionssysteme der Bundesstaaten für ihre Beschäftigten. Weitere 11,9 Prozent des Finanzvermögens sind beispielsweise für die Rückzahlung langfristiger Schulden bestimmt.

Zahlenwerte werden im vorliegenden Beitrag stets in US-Dollar berichtet. Für die Umrechnung in Euro sei verwiesen auf die unten verlinkte Seite der Europäischen Zentralbank.

» Euro foreign exchange reference rates
    Hrsg.: Europäische Zentralbank

Eine zusammenfassende Kurzanalyse der Finanzen der US-Bundesstaaten können Sie auch unter folgender PDF-Datei abrufen (inkl. einer kurzen Einführung zu weiteren methodischen Details der nachfolgenden Analyse).

» State Government Finances Summary: 2013
    Hrsg.: United States Census Bureau

Im Beitrag wird - soweit möglich - mit der deutschen Übersetzung der englischen Fachbegriffe gearbeitet. Nachrichtlich finden Sie in Tabelle 1 eine Auswahl der verwendeten Übersetzungen der englischen Originalbezeichnungen.

Originalbezeichnung und Übersetzung der verwendeten Fachbegriffe

Tabelle 2 enthält grundlegende Informationen zur Abgrenzung der drei verwendeten Oberbegriffe (Einnahmen, Ausgaben, Schulden).

Abgrenzung ausgewählter Fachbegriffe

Weitere methodische Details können Sie den drei folgenden PDF-Dokumenten entnehmen.

» 2013 State Government Finances Methodology
    Hrsg.: United States Census Bureau

» Classification Manual 2006 - Government Finance and Employment
    Hrsg.: United States Census Bureau

» 2013 State Government Finances - Technical Documentation
    Hrsg.: United States Census Bureau

Den vollständigen Originaldatensatz des United States Census Bureau können Sie über untenstehenden Link einsehen und sich auch als Excel-Datei herunterladen.

» 2013 Annual Survey of State Government Finances Summary Table
    Hrsg.: United States Census Bureau



Einwohner der 50 US-Bundesstaaten zum 1.7.2013 im Vergleich

Abbildung 1 gibt einen Überblick über die Einwohnerstärke der 50 US-Bundesstaaten zum 1.7.2013 (insg. 315.848.420 Einwohner). Nicht enthalten sind die Einwohnerzahlen der US-Außengebiete (z.B. Puerto Rico) und des District of Columbia, da sich die Analyse auf die 50 Bundesstaaten beschränken soll. Das Einwohner-Ranking zeigt, dass in den USA eine ähnliche Einwohnervielfalt herrscht wie in den 13 deutschen Flächenländern. Das einwohnerstärkste deutsche Land (Nordrhein-Westfalen mit rund 17,6 Mio. Einwohnern) wäre in den USA der fünftgrößte Bundesstaat. Das Saarland als kleinstes deutsches Flächenland (rund 990.000 Einwohner) wäre der siebtkleinste US-Bundesstaat.

Einwohner der 50 US-Bundesstaaten zum 1.7.2013



Pro-Kopf-Gesamteinnahmen im Haushaltsjahr 2012/13 im Vergleich

Insgesamt nehmen die 50 US-Staaten im Betrachtungszeitraum 2.216,08 Mrd. US-Dollar ein. Aus dem Ranking der Pro-Kopf-Gesamteinnahmen in Abbildung 2 ist ersichtlich, dass es in den USA erhebliche Einnahmeunterschiede auf Bundesstaatsebene gibt. Dies offenbart einen deutlichen Gegensatz zu den deutschen Bundesländern, die aufgrund der Umverteilungswirkungen des Bund-Länder-Finanzausgleichs i.d.R. ein ähnliches Einnahmeniveau erreichen - mit tendenziell höheren Einnahmen in den wirtschaftsschwachen, ostdeutschen Ländern (zu den bereinigten Einnahmen im deutschen Ländervergleich siehe folgender Link).

» Entwicklung des vierteljährlichen Finanzierungssaldos von Bund, Ländern, Kommunen
    und Sozialversicherung, Blog-Eintrag vom 21. März 2015

    Autor: Andreas Burth

Die mit großem Abstand höchsten Einnahmen unter den US-Bundesstaaten generiert Alaska. Am unteren Ende der Rangliste findet sich Florida. Generell ist auffällig, dass sich die vier einwohnerschwächsten Bundesstaaten (Alaska, North Dakota, Vermont, Wyoming) unter den fünf Bundesstaaten mit den höchsten Pro-Kopf-Einnahmen finden. Einzige Ausnahme in den Top-5 ist der Bundesstaat New York auf Platz 4, zu dem auch die gleichnamige Stadt New York, die Wirtschaftsmetropole der USA, zählt. Umgekehrt finden sich unter den drei Bundestaaten mit den geringsten Pro-Kopf-Einnahmen zwei sehr einwohnerstarke Staaten (Florida und Texas).

Im Ergebnis zeigt sich in den USA eine Tendenz, dass einwohnerschwache Staaten mehr Einnahmen generieren als einwohnerstarke Staaten. Ein möglicher Ansatz zur teilweisen Erklärung dieser Unterschiede kann sein, dass u.a. bestimmte Zentralfunktionen (z.B. Regierung, Parlament) auch in kleinen Staaten in vollem Umfang bereitgestellt werden müssen und von weniger Einwohnern getragen werden müssen, wobei die betreffenden Ausgabeposten (z.B. Gehalt des Gouverneurs) nicht oder nur in Teilen von der Einwohnerzahl abhängen. An dieses höhere Ausgabenniveau sind in der Folge auch die Einnahmen angepasst worden.

Pro-Kopf-Gesamteinnahmen der US-Bundesstaaten im Haushaltsjahr 2012/13 im Vergleich (in US-Dollar je Einwohner)



Pro-Kopf-Gesamtausgaben im Haushaltsjahr 2012/13 im Vergleich

Auf der Ausgabeseite ist das Pro-Kopf-Bild ähnlich heterogen wie auf der oben beschriebenen Einnahmeseite: Auch hier sind es tendenziell die einwohnerschwachen US-Bundesstaaten, die die höchsten Ausgaben haben, während die einwohnerstarken Staaten tendenziell geringere Ausgaben verzeichnen. In ihrer Summe verausgaben die 50 US-Bundesstaaten im untersuchten Zeitraum 2.005,91 Mrd. US-Dollar.

Pro-Kopf-Gesamtausgaben der US-Bundesstaaten im Haushaltsjahr 2012/13 im Vergleich (in US-Dollar je Einwohner)



Pro-Kopf-Überschuss bzw. Pro-Kopf-Defizit im Haushaltsjahr 2012/13 im Vergleich

Die Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben in Abbildung 4 zeigt ein sehr interessantes Bild: So erwirtschaften in den USA 47 von 50 Bundesstaaten (z.T. sehr deutliche) Überschüsse. Nur drei Staaten (Kentucky, Louisiana, Massachusetts) sind defizitär, wobei die Pro-Kopf-Defizite eher gering sind. Insgesamt generiert die Summe der 50 Staaten einen Überschuss von 210,16 Mrd. US-Dollar bzw. mehr als 10 Prozent der Gesamtausgaben. Unter isolierter Zugrundelegung der Daten aus dem Haushaltsjahr 2012/13 erscheint die Lage der Finanzen der Bundesstaaten somit sehr solide.

Pro-Kopf-Überschuss bzw. Pro-Kopf-Defizit der 50 US-Bundesstaaten im Haushaltsjahr 2012/13 im Vergleich (in US-Dollar je Einwohner)



Gesamtausgaben der 50 US-Bundesstaaten im Haushaltsjahr 2012/13 nach Aufgabenbereichen

Die Gesamtausgaben der 50 US-Bundesstaaten belaufen sich im Haushaltsjahr 2012/13 auf 2.005,91 Mrd. US-Dollar (bei Einnahmen von 2.216,08 Mrd. US-Dollar). Die vom United States Census Bureau herausgegebene Statistik ermöglicht auch eine Unterteilung in verschiedene Aufgabenbereiche. Die einzelnen Aufgabenbereiche lassen sich grob in zwei Aufgabenbereichsgruppen aufteilen. Es sind dies erstens die geschäftsmäßigen Tätigkeiten (Versorgung, Spirituosenläden und Sozialversicherung) und zweitens die allgemeinen Verwaltungstätigkeiten (alle übrigen Aufgabenbereiche, wie z.B. Bildung, Justizvollzug).

Unter den Aufgabenbereich "Versorgung" fallen Einrichtungen in den Bereichen Gas, Strom, Wasser und Transit, sofern der Bundesstaat Eigentümer und Betreiber dieser Einrichtungen ist oder ein im Auftrag tätiger privater Betreiber einer Finanzaufsicht durch den Bundesstaat unterliegt. Staatliche Spirituosenläden gibt es in 16 US-Bundesstaaten. Unter den Aufgabenbereich "Sozialversicherung" fallen v.a.: medizinische Versorgung, Arbeits-/Erwerbsunfähigkeit, Pensionen für staatlich Beschäftigte, spezifische Sozial- und Lebensversicherungsprogramme (z.B. Arbeitslosenunterstützung).

Es zeigt sich, dass die US-Bundesstaaten mit rund 70 Prozent der Gesamtausgaben den Hauptteil ihrer Ausgaben in drei Aufgabenbereichen leisten: Es sind dies die Aufgabenbereiche "Bildung" (29,87 Prozent), "Öffentliche Wohlfahrt" (25,88 Prozent) und "Sozialversicherung" (14,58 Prozent).

Gesamtausgaben der Summe der 50 US-Bundesstaaten im Haushaltsjahr 2012/13 nach Aufgabenbereichen



Pro-Kopf-Steuereinnahmen im Haushaltsjahr 2012/13 im Vergleich

Eine wichtige Einnahmequelle der Bundesstaaten sind die Einnahmen aus Steuern (insg. 847,08 Mrd. US-Dollar). Wie auch schon bei den Gesamteinnahmen bestehen erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Staaten. Die Steuereinnahmen von North Dakota sind z.B. etwa 4,1 Mal so hoch wie die in New Hampshire. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Steuereinnahmen der 50 Staaten um 6,1 Prozent gestiegen.

Pro-Kopf-Steuereinnahmen der US-Bundesstaaten im Haushaltsjahr 2012/13 im Vergleich (in US-Dollar je Einwohner)



Pro-Kopf-Personalausgaben im Haushaltsjahr 2012/13 im Vergleich

Die höchsten Pro-Kopf-Personalausgaben haben im Vergleich die Staaten Delaware und Alaska. Beide liegen über 2.500 US-Dollar je Einwohner. Auf Platz 3 folgt mit großem Abstand Hawaii mit 1.640 US-Dollar je Einwohner. Die geringsten Personalausgaben verzeichnet Florida (455 US-Dollar je Einwohner). Die Gesamtheit der US-Staaten hat Personalausgaben von 259,63 Mrd. US-Dollar.

Pro-Kopf-Personalausgaben der US-Bundesstaaten im Haushaltsjahr 2012/13 im Vergleich (in US-Dollar je Einwohner)



Pro-Kopf-Schulden zum Endes des Haushaltsjahrs 2012/13 im Vergleich

Auch bei den Schulden je Einwohner zeigt sich in den USA ein sehr heterogenes Bild. Während die Staaten Nebraska und Tennessee Schulden von weniger als 1.000 US-Dollar je Einwohner aufweisen, sind es in Alaska, Conneticut und Rhode Island mehr als 8.000 US-Dollar je Einwohner und in Massachusetts sogar deutlich mehr als 10.000 US-Dollar je Einwohner. In ihrer Summe kommen die 50 Staaten auf Schulden in Höhe von 1.137,36 Mrd. US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Schulden um 1,0 Prozent verringert.

Pro-Kopf-Schulden der US-Bundesstaaten zum Endes des Haushaltsjahrs 2012/13 im Vergleich (in US-Dollar je Einwohner)



Pro-Kopf-Zinsausgaben im Haushaltsjahr 2012/13 im Vergleich

Die höchsten Zinsausgaben je Einwohner im Vergleich hat Massachusetts mit 487 US-Dollar je Einwohner. Nebraska muss demgegenüber nur 37 US-Dollar je Einwohner für Zinsausgaben aufwenden. Das Bild korrespondiert erwartungsgemäß mit der Höhe der Pro-Kopf-Schulden (siehe oben). Die gesamten Zinsausgaben aller 50 US-Bundesstaaten summieren sich auf 48,53 Mrd. US-Dollar.

Pro-Kopf-Zinsausgaben der US-Bundesstaaten im Haushaltsjahr 2012/13 im Vergleich (in US-Dollar je Einwohner)



Schulden zum Endes des Haushaltsjahrs 2012/13 im Verhältnis zu den Einnahmen 2012/13 im Vergleich

Ein Problem einer reinen Pro-Kopf-Betrachtung der Verschuldung ist, dass diese die Einnahmekraft des Bundesstaates und damit die "Finanzierbarkeit" des Schuldenstandes nicht berücksichtigt. Dies ermöglicht erst die Betrachtung der Schulden im Verhältnis zu den Einnahmen (siehe Abbildung 10). Dabei zeigt sich, dass Massachusetts und Rhode Island weiterhin das Ranking anführen. Alaska fällt aufgrund des hohen Einnahmeniveaus allerdings unter den Wert für die Gesamtheit der 50 US-Bundesstaaten.

Die Summe der 50 US-Bundesstaaten liegt bei Schulden in Höhe von 51,32 Prozent der Einnahmen. Dieses entspricht einem mittleren Schuldenniveau.

Schulden der US-Bundesstaaten zum Endes des Haushaltsjahrs 2012/13 im Verhältnis zu den Einnahmen 2012/13 im Vergleich (Schulden in % der Einnahmen)



Weitere Informationen

Weiterführende Informationen zu den Schulden der USA finden Sie unter folgenden Links.

» Schuldenuhr zur Staatsverschuldung der USA
    Hrsg.: HaushaltsSteuerung.de

» Entwicklung der Staatsschulden der USA im Zeitablauf
    Hrsg.: HaushaltsSteuerung.de

Nachtrag vom 10.4.2015: Über den unten aufgeführten Link können Sie im Bundesstaaten-Vergleich ein Datenangebot zu den US-Kommunalfinanzen abrufen.

» Einnahmen, Ausgaben und Schulden der Kommunen der USA, Blog-Eintrag vom 10. April
    2015

    Autor: Andreas Burth

Informationsangebote zu den Finanzen der deutschen Bundesländer können Sie unter den untenstehenden Links abrufen.

» Informationsangebot zum Bund-Länder-Finanzausgleich in Deutschland
    Hrsg.: HaushaltsSteuerung.de

» Verschuldung der Länder im Vergleich
    Hrsg.: HaushaltsSteuerung.de

» Haushaltsuhren der Länder
    Hrsg.: HaushaltsSteuerung.de

» Kassenkredite auf Ebene von Bund und Ländern, Blog-Eintrag vom 26. März 2015
    Autor: Andreas Burth

» Steuereinnahmen der Länder und der Gemeinden/Gemeindeverbände 2013 im
    Ländervergleich, Blog-Eintrag vom 20. November 2014

    Autor: Andreas Burth

» Finanzvermögen des deutschen Staates, Blog-Eintrag vom 21. September 2014
    Autor: Andreas Burth





©  Andreas Burth, Marc Gnädinger