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HaushaltsSteuerung.de » Weblog » Höchste/niedrigste Realsteuer-Hebesätze 2015 in Niedersachsen nach Landkreisen

Höchste/niedrigste Realsteuer-Hebesätze 2015 in Niedersachsen nach Landkreisen
22. Juli 2016  |  Autor: Andreas Burth



Die Entscheidung über die Höhe der Hebesätze der Realsteuern (Grundsteuer A/B, Gewerbesteuer) ist eine der wichtigsten Entscheidungen in einer Gemeinde. Die Realsteuern sind zentrale Stellschrauben zur Beeinflussung des Volumens der einer Gemeinde zur Verfügung stehenden Einnahmen. Bei Entscheidungen über die Hebesatzhöhe orientieren sich die Gemeinden auch an den Hebesätzen der umliegenden Gemeinden. Vor diesem Hintergrund zielt der vorliegende Beitrag darauf ab, die niedrigsten, durchschnittlichen und höchsten Hebesätze differenziert nach Landkreisen zu untersuchen. Zudem wird ein Vergleich über die Gruppe der acht kreisfreien Städte durchgeführt.

Zu den 38 Landkreisen in Niedersachsen wird statistisch auch die Region Hannover gezählt. In der Folge gilt die Landeshauptstadt Hannover im statistischen Sinne als kreisangehörig. Neben den Gemeinden werden in diesem Beitrag auch die bewohnten gemeindefreien Bezirke in die Untersuchung einbezogen. In Niedersachsen gibt es zwei solcher gemeindefreien Bezirke: Osterheide im Landkreise Heidekreis und Lohheide im Landkreis Celle.

Überblick:
- Hebesätze der Realsteuern in den kreisfreien Städten
- Hebesätze der Grundsteuer A im kreisangehörigen Raum
- Hebesätze der Grundsteuer B im kreisangehörigen Raum
- Hebesätze der Gewerbesteuer im kreisangehörigen Raum
- Weitere Informationen



Hebesätze der Realsteuern in den kreisfreien Städten

Den niedrigsten Grundsteuer-A-Hebesatz des Jahres 2015 hat in der Gruppe der kreisfreien Städte die Stadt Wolfsburg mit 270 Prozent. Am höchsten liegt der Hebesatz in Wilhelmshaven mit 410 Prozent. Bei der Grundsteuer B hat erneut Wolfsburg mit 420 Prozent den geringsten Hebesatz. Den Höchsthebesatz verzeichnen die Städte Emden und Wilhelmshaven mit 480 Prozent. Für die Gewerbesteuer ist eine Spannweite von 360 Prozent in Wolfsburg bis 450 Prozent in Braunschweig zu beobachten.

Wie bereits zuvor erwähnt, zählt die Stadt Hannover statistisch nicht zu den kreisfreien, sondern zu den kreisangehörigen Städten. Gleichwohl hat die Landeshauptstadt mit ihren 526.294 Einwohnern trotz ihrer Regionsangehörigkeit faktisch ebenso Ähnlichkeiten mit den kreisfreien Städten. So hat die Stadt Hannover nach § 15 Abs. 2 Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz auch dem Grunde nach die Rechtsstellung einer kreisfreien Stadt. Nachrichtlich seien daher nachfolgend auch die Hebesätze Hannovers aufgeführt: 530 Prozent bei der Grundsteuer A, 600 Prozent bei der Grundsteuer B und 460 Prozent bei der Gewerbesteuer.

Hebesätze der Realsteuern (Grundsteuer A/B, Gewerbesteuer) in den acht kreisfreien Städten in Niedersachsen im Jahr 2015



Hebesätze der Grundsteuer A im kreisangehörigen Raum

Für die Grundsteuer A ist in den kreisangehörigen Gemeinden im Jahr 2015 eine Spannweite von 260 Prozent in Bendestorf bis 700 Prozent in Jameln festzustellen. Das arithmetische Mittel liegt bei 374,3 Prozent. Nach Landkreisen zeigen sich durchaus deutliche Unterschiede. Den niedrigsten Durchschnittshebesatz hat der Landkreis Vechta mit 303,6 Prozent. Der Höchstwert entfällt auf die Region Hannover mit 468,8 Prozent.

Niedrigste, durchschnittliche und höchste Hebesätze der Grundsteuer A im Jahr 2015 in Niedersachsen nach Landkreisen



Hebesätze der Grundsteuer B im kreisangehörigen Raum

Gorleben hat mit 200 Prozent den geringsten Grundsteuer-B-Hebesatz in Niedersachsen im Jahr 2015. Die Höchstwerte entfallen auf Baltrum, Hannover, Hitzacker (Elbe) und Laatzen mit jeweils 600 Prozent. Den niedrigsten Durchschnittshebesatz der 38 Landkreise hat der Landkreis Vechta mit 308,1 Prozent. Am höchsten fällt er in der Region Hannover mit 472,1 Prozent aus. Im gesamten kreisangehörigen Raum in Niedersachsen liegt der Durchschnittshebesatz der Grundsteuer B im Jahr 2015 bei 371,0 Prozent.

Niedrigste, durchschnittliche und höchste Hebesätze der Grundsteuer B im Jahr 2015 in Niedersachsen nach Landkreisen



Hebesätze der Gewerbesteuer im kreisangehörigen Raum

Folgende Gemeinden haben im Jahr 2015 mit 300 Prozent den geringsten Hebesatz im kreisangehörigen Raum festgesetzt: Bokensdorf, Buchholz, Grethem, Hademstorf, Lohne (Oldenburg), Lübberstedt, Steinfeld (Oldenburg), Tappenbeck und Waake. Am höchsten fällt der Gewerbesteuer-Hebesatz in Langendorf aus (490 Prozent). Das arithmetische Mittel der Hebesätze der kreisangehörigen Gemeinden liegt bei der Gewerbesteuer im Jahr 2015 bei 367,9 Prozent. Die Spannweite der Durchschnittshebesätze reicht von 323,2 Prozent im Landkreis Vechta bis 432,1 Prozent in der Region Hannover.

Niedrigste, durchschnittliche und höchste Hebesätze der Gewerbesteuer im Jahr 2015 in Niedersachsen nach Landkreisen



Weitere Informationen

Zusätzliche Informationen zu den kommunalen Finanzen im Land Niedersachsen finden Sie auf HaushaltsSteuerung.de z.B. auf folgenden Seiten.

» Verschuldung in Niedersachsen: Kommunalverschuldung
    Hrsg.: HaushaltsSteuerung.de

» Ergebnisplanung und Kreisumlage-Hebesätze der 38 Landkreise in Niedersachsen im
    Haushaltsjahr 2016, Blog-Eintrag vom 2. Juli 2016

    Autor: Andreas Burth

» Pro-Kopf-Schulden der 38 Landkreise in Niedersachsen im Kernhaushalt zum
    31.12.2014, Blog-Eintrag vom 21. April 2016

    Autor: Andreas Burth

» Kassenkredite/Liquiditätskredite der Städte und Gemeinden in Niedersachsen mit
    mindestens 10.000 Einwohnern, Blog-Eintrag vom 28. März 2016

    Autor: Andreas Burth





©  Andreas Burth, Marc Gnädinger