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HaushaltsSteuerung.de » Weblog » Versorgungsempfänger der 16 Bundesländer im Vergleich

Versorgungsempfänger der 16 Bundesländer im Vergleich
9. März 2016  |  Autor: Andreas Burth



In einem anderen Blog-Eintrag auf HaushaltsSteuerung.de sind jüngst die Fallzahlen der Versorgungsempfänger der Länder im Zeitvergleich untersucht worden (siehe Link unten). Ebenso interessant ist gleichwohl ein Ländervergleich zum aktuellsten verfügbaren Stichtag (1.1.2015) - zumal entsprechende Daten von der Statistik auch bereitgestellt werden. Der vorliegende Beitrag zielt darauf ab, eine solche Vergleichsanalyse für die Landesebene durchzuführen.

» Entwicklung der Fallzahl der Versorgungsempfänger der 16 Länder und der Kommunen
    der 13 Flächenländer von 2000 bis 2015, Blog-Eintrag vom 21. Januar 2016

    Autor: Andreas Burth

Daten zur Anzahl der Versorgungsempfänger der 16 Bundesländer (bei Flächenländern ohne Kommunen) können der jährlich erscheinenden Statistik über die Versorgungsempfänger des öffentlichen Dienstes entnommen werden. Die darin enthaltenen Daten beziehen sich jeweils auf den 1. Januar des betreffenden Jahres und stehen in der 5er-Rundung zur Verfügung. Die aktuelle Ausgabe der Statistik ist am 17. Dezember 2015 erschienen. In der Statistik über die Versorgungsempfänger des öffentlichen Dienstes wird zwischen drei Arten von Versorgungsempfängern unterschieden: Empfänger von Ruhegehalt, Empfänger von Witwen-/Witwergeld und Empfänger von Waisengeld.

Im Ländervergleich fällt zunächst auf, dass die Stadtstaaten mehr Versorgungsempfänger je 1.000 Einwohner haben als die Flächenländer. Ein Grund hierfür sind die unterschiedlichen Aufgabenportfolios. So nehmen Stadtstaaten neben Landesaufgaben auch die kompletten kommunalen Aufgaben wahr. Abweichende Aufgabenportfolios finden ihren Niederschlag im Personalbestand (hier: Beamte und Richter) und in der Folge auch in der Anzahl der Versorgungsempfänger.

Des Weiteren ist augenfällig, dass die westdeutschen Länder deutlich höhere Fallzahlen aufweisen als die ostdeutschen Länder. Die Ost-West-Unterschiede liegen darin begründet, dass Ansprüche auf eine Versorgung im öffentlich-rechtlichen Versorgungssystem in den ostdeutschen Ländern erst nach der Wiedervereinigung entstanden sind.

In der Gruppe der westdeutschen Flächenländer hat das Saarland mit 14,25 Versorgungsempfängern je 1.000 Einwohner den höchsten Wert. Eine denkbare Ursache ist der niedrige Kommunalisierungsgrad im Saarland (siehe Link unten), d.h. die Landesebene nimmt (mehr) Aufgaben wahr, die in anderen Ländern der kommunalen Ebene zugeordnet sind. Zudem hat das Saarland eine vergleichsweise geringe Bevölkerungszahl, wodurch sich die Versorgungsempfänger der Landesebene auf weniger Einwohner verteilen. Das westdeutsche Flächenland mit dem geringsten Wert ist Bayern (10,16 Versorgungsempfänger je 1.000 Einwohner).

» Der Kommunalisierungsgrad im Ländervergleich, Blog-Eintrag vom 28. Mai 2015
    Autor: Andreas Burth

Unter den ostdeutschen Flächenländern hat Sachsen-Anhalt die meisten Versorgungsempfänger (3,29 Versorgungsempfänger je 1.000 Einwohner). Demgegenüber zählt Sachsen nur 1,85 Versorgungsempfänger je 1.000 Einwohner.

Vergleich: Anzahl der Versorgungsempfänger nach Beamten- und Soldatenversorgungsrecht in den 16 Bundesländern (bei Flächenländern ohne Kommunen) zum 1.1.2015

Weiterführende Analysen zum Personal und zu den Versorgungsempfängern des öffentlichen Dienstes können Sie z.B. nachfolgendem Link entnehmen.

» Blog-Einträge zum Thema "Personal & Versorgungsempfänger"
    Hrsg.: HaushaltsSteuerung.de





©  Andreas Burth, Marc Gnädinger