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HaushaltsSteuerung.de » Weblog » Fallzahlsteigerung kommunaler Versorgungsempfänger

Fallzahlsteigerung kommunaler Versorgungsempfänger
10. Juni 2011  |  Autor: Marc Gnädinger



Die jährlich erscheinende Versorgungsempfängerstand-Statistik des Statistischen Bundesamtes wird eher selten im Zuge gängiger Kommunalfinanzberichte ausgewertet. Gleichwohl enthält sie interessante Daten zu den Gemeinden, Gemeindeverbänden und Zweckverbänden. Der Blick in die Zahlen kann interessant sein: Die Zahlen sind für die Finanzsituation bedeutend und Entwicklungen können für den Bedarf der Vorsorge sensibilisieren - insbesondere dann, wenn Entwicklungstrends unter Berücksichtigung demographischen Entwicklungen antizipiert werden.

Die Fallzahl der Versorgungsempfänger der Gemeinden und Gemeindeverbände (einschließlich Zweckverbände) nach Beamten und Soldatenrecht hat sich in den vergangenen Jahren erhöht. Technisch handelt es sich bei den statistisch erfassten Versorgungsempfängern des gesamten öffentlichen Dienstes nach Beamten- und Soldatenversorgungsrecht um Personen, die nach beamten- und soldatenrechtlichen Vorschriften versorgt werden. Hierzu zählen ehemalige Beamte, Richter und Soldaten sowie Hinterbliebene von verstorbenen aktiven Beamten und Ruhegehaltsempfängern (vgl. Statistisches Bundesamt: Versorgungsempfänger des öffentlichen Dienstes 2010, Wiesbaden (2010), S. 7). Gab es zum 01.01.2000 rund 104.600 Versorgungsempfänger, waren es zum 01.01.2010 bereits ca. 110.000.

» Versorgungsempfänger des öffentlichen Dienstes 2010 - Fachserie 14, Reihe 6.1 (erschienen
    am 25.11.2010)

    Hrsg.: Statistisches Bundesamt

Die Gesamtfallzahlsteigerung zwischen den Jahren 2000 und 2010 (+ 5.400 Versorgungsempfänger; +5,2 Prozent) verdeckt, dass innerhalb der Versorgungsempfängergruppen (Art der Versorgung) die Entwicklung äußerst heterogen war (siehe Abbildung). Der Anstieg der Gesamtfallzahl ist allein auf den Anstieg der Ruhegehaltempfänger zurückzuführen. Die Anzahl der Ruhegehaltsempfänger ist in den letzten Jahren stark gestiegen: Waren es zum 01.01.2000 noch 63.100 Empfänger von Ruhegehalt, sind es zum 01.01.2010 bereits 74.600 - ein Anstieg um 11.500 Fälle (+18,2 Prozent).

Versorgungsempfänger der Kommunen nach Beamten- und Soldatenversorgungsrecht 2000 bis 2010

Im gleichen Zeitraum hat sich die Fallzahl der Empfänger von Witwen- oder Witwergeld reduziert, was den Anstieg der Gesamtfallzahl der kommunalen Versorgungsempfänger gebremst hat. Zum 01.01.2000 gab es rund 38.900 Empfänger von Witwen- oder Witwergeld, zum 01.01.2010 waren es nur noch etwa 33.100 - eine Reduzierung um 5.800 Empfänger (-14,9 Prozent). Die Fallzahl der Empfänger von Waisengeld blieb in betrachtetem Zeitraum nahezu unverändert.





©  Andreas Burth, Marc Gnädinger