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HaushaltsSteuerung.de » Weblog » Sonderbericht: Bundesrechnungshof lehnt EPSAS ab

Sonderbericht: Bundesrechnungshof lehnt EPSAS ab
9. Dezember 2017  |  Autor: Andreas Burth



Der Bundesrechnungshof hat im November einen 32-seitigen Sonderbericht zu den EPSAS veröffentlicht. Mit den EPSAS strebt die Europäische Kommission eine EU-weite Harmonisierung der öffentlichen Rechnungslegung auf Basis der Doppik an. Diesem Projekt steht der Bundesrechnungshof ablehnend gegenüber. Er fordert die Bundesregierung auf, eine verbindliche Einführung der EPSAS in Deutschland zu verhindern.

Insbesondere führt der Bundesrechnungshof die folgenden Kritikpunkte an:
  • Die Kostenschätzungen der Europäischen Kommissionen seien nicht belastbar. Sie tatsächlichen Kosten der EPSAS-Einführung würden deutlich höher ausfallen als die geschätzten 3,1 Mrd. Euro.
  • Der Kommission fehle ein Gesamtkonzept, um die Ziele der EPSAS zu erreichen.
  • Die Kommission habe keine Handlungsalternativen zu den EPSAS untersucht.
  • Es sei bedenklich, dass die Kommission den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sehr großen Einfluss auf die Entwicklung der EPSAS einräume.
  • Um stabile öffentliche Haushalte zu gewährleisten, brauche es keine neuen Rechnungslegungsregeln. Vielmehr müssten die bestehenden Fiskalregeln konsequenter durchgesetzt werden.
  • Die EPSAS seien in ihrer heutigen Form nicht geeignet, zuverlässigere und vergleichbarere Daten zu den öffentlichen Finanzen zu liefern. Stattdessen würden die Wahl- und Gestaltungsmöglichkeiten der Staaten weiter zunehmen.
  • Die EPSAS würden nicht zu einer besseren parlamentarischen Haushaltssteuerung führen.
  • Die EPSAS könnten zu kostspieligen Parallelsystemen aus Kameralistik und Doppik führen.
Weitere Informationen können Sie folgenden Links entnehmen.

» EPSAS-Sonderbericht 2017 - Zusammenfassung
    Hrsg.: Bundesrechnungshof

» EPSAS-Sonderbericht 2017 - Pressemitteilung
    Hrsg.: Bundesrechnungshof

» EPSAS-Sonderbericht 2017 - Langfassung
    Hrsg.: Bundesrechnungshof





©  Andreas Burth, Marc Gnädinger