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Lexikon zur öffentlichen Haushalts- und Finanzwirtschaft


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Kameralistik, einfache

Die einfache Kameralistik (auch: Verwaltungskameralistik; oder kurz: Kameralistik) ist eine stark inputorientierte Form der Buchführung, die primär in der öffentlichen Verwaltung Anwendung findet.

Die einfache Kameralistik betrachtet lediglich Einnahmen und Ausgaben, wodurch sie nur den Geldverbrauch, nicht aber den Ressourcenverbrauch erfasst. Der Fokus der einfachen Kameralistik liegt daher auch eher auf Finanzzielen als auf Sachzielen. In der einfachen Kameralistik werden - im Gegensatz zur Doppik - einseitige Konten mit mehreren Spalten (Soll, Ist, Rest) geführt. Die Gliederung der Konten orientiert sich am Haushaltsplan.

Das in der einfachen Kameralistik dominierende Steuerungssystem ist die sog. Inputsteuerung. Es besteht grundsätzlich aber die Möglichkeit auch ein rein kamerales System um Ziele und Kennzahlen sowie um Wirkungsbetrachtungen zu ergänzen (Outputsteuerung).

Im Zuge der Haushaltsreformen in Deutschland, steigen viele Bundesländer auf Landesebene und/oder auf kommunaler Ebene von der einfachen Kameralistik auf die Doppik oder die erweiterte Kameralistik um. Der Umsetzungsstand unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. Auch auf Bundesebene ist geplant die einfache Kameralistik durch eine moderne (erweiterte) Kameralistik zu ersetzen.

Siehe hierzu auch:
- Buchführung, kamerale
- Haushaltsplan (kameral)
- Haushaltsreformen in Deutschland (Bund, Länder, Kommunen)


© Andreas Burth, Marc Gnädinger   |   Impressum